Spieltipps - Queueführung

Wie bereits erklärt wurde, ist es sehr wichtig, daß der rechte Arm einen rechten Winkel zwischen Ober-und Unterarm bildet (siehe Abbildung 15). Es ist auch für den Stoß selbst von Bedeutung, daß Sie das Queue so halten, als sei es aus Porzellan.
Ihr Griff sollte wenn möglich das Queue umschließen, daß heißt, Sie sollten es nicht nur mit den Fingerspit­zen halten. Anfänger machen recht häufig den Fehler, daß Sie den Daumen über dem Queue halten. Das aber hat zur Folge, daß Sie Ihr Handgelenk blockieren, und dadurch wird der Stoß steif. Wenn Anfänger dann die ersten Erfahrungen gemacht haben und anfangen möchten, wirklich ernsthaft zu trainieren, bekommen Sie dann oft Probleme mit ihrem verkrampften Handgelenk. Der Griff um das hintere Ende des Queues ist nichts Sta­tisches, sondern ganz im Gegenteil etwas, das Si je nach sich auf dem Spieltisch erge­benden Positionen korrigieren müssen. Dies trifft beispielsweise in einer Stellung zu, in welcher der Spielball weit von der Bande entfernt liegt und Sie sich strecken müssen, um ihn ohne Einsatz der Queuehilfe zu erreichen. In dieser Situation verschieben Sie die Hand am Queue weiter nach hinten, um die wichtige Grundregel - rechter Winkel zwischen Ober- und Unterarm - beibehalten zu können. Liegt andererseits der Spielball sehr nahe bei der Bande, und Sie wollen deshalb das hintere Ende des Queues anheben, um bei­spielsweise einen Stop-Ball oder einen Rückläufer zu spielen, müssen Sie die Hand am Queue weiter nach vorne schieben. Sie werden sich fragen, warum es eigentlich so wichtig ist, den rechten Arm rechtwinklig zu halten.
Abbildung 15:
rechtwinklige Armstellung

Das ist sehr einfach zu erklären: Auf diese Weise haben Sie größtmögliche Bewegungsfreiheit beim Stoß, und zwar sowohl beim Vorwärts- wie beim Rückwärtsschwingen (siehe Abbildung 16), verwenden die geringste Kraft für den Stoß und erhalten dadurch die größte Präzision der Queueführung. Der auf­merksame Billardspieler wird bald merken, daß sich das Queue beim Schwingen und Stoßen recht häufig nach der Seite und in senkrechter Richtung bewegt. Die seitliche Bewegung müssen Sie durch Übung ausschalten, denn sie erschwert oder verunmöglicht einen korrekten Stoß. Die senkrechten Bewegungen hängen davon ab, wie das Queue in der Hand ruht. Sie können mit dem Handgelenk ausgeglichen werden, deshalb ist es sehr wichtig, daß Sie Ihr Handgelenk nicht mit dem Daumen blockieren. Die Kontrolle dieser senkrechten Bewegungen ist keineswegs einfach, und es dauert lange, bis man sie beherrscht. Meistens löst sich jedoch dieses Problem von selbst mitzunehmender Erfah­rung eines Spielers. Anfänger machen häufig den Fehler, das Queue immer ganz weit hin­ten zu halten anstatt in der richtigen Position. Dadurch werden die Bewegungsspielräume in senkrechter wie in waagrechter Richtung größer. Einem Spieler, der diesen Fehler macht, mißlingen auch noch so perfekt gezielte Stöße öfter als es notwendig ist. Sie kön­nen die richtige Queuehaltung ohne weiteres mit nur einem Ball üben. Dadurch, daß Sie die Lage des Balles laufend verändern und auf diese immer neu geschaffenen Spielsitua­tionen eingehen, wird Ihnen die richtige Queuehaltung bald zur Gewohnheit.
Abbildung 16:
Schwingen